Archive for January, 2009

31 Jan 2009

Berteibt Google Kommunikationsguerilla?

Comments Off Digitalkultur, Medienkritik

Wow! Zu schön um wahr zu sein. Google hat sich heute selbst in Sachen “Kommunikationsguerilla” alle Ehre erwiesen. Bei einer ganz normalen Suchanfrage auf www.google.com erscheinen am 31. Januar für eine kurze Zeit alle Suchergebnisse mit einer zusätzlichen Klassifizierung als potentielle Schadsoftware (Malware).

googlemalware

“This site may harm your computer” Das ganze hat natürlich in Windeseile gr0ße Wellen geschlagen und für viel Verwirrung und Aufregung gesorgt. Innerhalb kürzester Zeit war z.B. bei Twitter die Hölle los.

Google kaputt? Weltverschwörung? Internet von schrecklicher Schadsoftware befallen? Die Klingonen? Oder waren es doch Scientology? Nein, nein, alles halb so wild. Es stellte sich nach kurzer Zeit als ein “human error” heraus. Phu! Da sind wir aber froh. Google ist eben doch “nicht böse” :)  Read more

30 Jan 2009

Bloggen für “Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Soziales”

Comments Off Bloggen, Digitalkultur

Hallo Blogger aufgepasst: Blogs deren Inhalte sich mit Themen aus dem NGO und Nonprofit-Sektor, wie etwa “Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Soziales, Social Media” beschäftigen, sollen mit der “Nonprofit-Blogparade” vernetzt und so Synergieeffeckte geschaffen werden.

Blogpatenschaften mit ihrem Beitrag Nonprofit-Blogparade: Inhalte, Ziele, wie mitmachen? vor:

Gemeinnützige Organisationen spielen in unserer Gesellschaft eine wichtige Rolle. Es gibt sie in vielen Lebensbereichen, sei es im sozialen, kulturellen, politischen Raum, im Freizeitsektor, im Umweltschutz oder im Bereich beruflicher Interessenvertretung. Gemeinnützige Organisationen sind das ‚institutionelle Rückgrat’ der Zivilgesellschaft, weil sie Bürger als freiwillige Helfer in ihre Arbeit einbinden, das ehrenamtliche Engagement fördern und die Interessen benachteiligter Gruppen vertreten… Auch in der Blogosphäre gibt es viele Autoren, die über Themen wie Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Soziales, Social Media etc. schreiben und in diesem Zusammenhang immer wieder das Thema Nonprofits streifen. So entstand der Gedanke, dass es wichtig und interessant sein könnte, das Wissen über Nonprofit-Organisationen, das in der Blogosphäre existiert, zusammenzutragen und eine öffentliche Diskussion im Internet über Chancen und Herausforderungen von gemeinnützigen Einrichtungen zu beginnen. Und zwar im Rahmen einer Nonprofit-Blogparade, die sich auf der Grundlage wechselnder Fragen mit dem Nonprofit-Sektor beschäftigt. Während sich offline insbesondere die Wissenschaft oder die betreffenden Organisationen selbst sich mit dem gemeinnützigen Bereich befassen, gab es bisher im Internet noch kein Forum, in dem akteursübergreifend über Nonprofits diskutiert wird.
Weitere Informationen über die Nonprofit-Blogparade (Termine, Fragen, Links) auf dem NPO-Blogparaden-Blog.

Idee

Viele Blogger steuern Beiträge zu einer Frage bei, die sich mit dem Nonprofit-Sektor befasst. Wichtig: die Frage sollte möglichst sektorübergreifend formuliert sein, damit Blogger aus den unterschiedlichen NPO-Bereichen (Kultur, Soziales, Umwelt, Gesundheit, Bildung usw..) einen Beitrag schreiben können.

Nutzen

1. Die Blogparade führt zu Synergieeffekten. Indem (hoffentlich) Blogger aus unterschiedlichen Nonprofit-Bereichen teilnehmen, weitet sich der Horizont und das Wissen über den Sektor als Ganzes.

29 Jan 2009

Web 2.0 Expo

Comments Off Digitalkultur, Technologie, Termine

Web 2.0 Expo features the most innovative and successful Internet industry figures and companies providing attendees with examples of business models, development paradigms, and design strategies to enable mainstream businesses and new arrivals to the Web 2.0 world to take advantage of this new generation of services and opportunities. Web 2.0 Expo is co-produced by O’Reilly Media and TechWeb.

Web 2.0 Expo is a place for creativity, engineering, and innovation. The conference program will be focusing on five main conference tracks and four mini focus tracks:

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27 Jan 2009

The Bubble Project at ROFLThing NYC

Comments Off Kulturkritik

Sehr nettes Videointerview mit Ji Lee von “The Bubble Project“. Das Projekt ist eine künstlerische Intervention im kommerzialisierten öffentlichen Raum. Das schöne am “Bubble Project” ist seine Einfachheit und die Tatsache, dass es als “street art” Projekt zum direkten Mitmachen, also zur unmittelbaren “Wieder-Aneignung” das öffentlichen Raumes einläd.

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23 Jan 2009

Termin: Linke Medienakademie

Comments Off Medienaktivismus, Medienkritik, Termine

“Netze knüpfen” ist das Motto der 6. Linken Medienakademie vom 5. bis 8. März 2009 in Berlin. Das eindrucksvolle Angebot umfasst Angebote zur Weiterbildung, Workshops, Vorträgen und Diskussionen zu linker Medienarbeit und den Themen Onlinejournalimus, Videoaktivismus, Layout, Öffentlichkeitsarbeit, Fotobearbeitung oder Content Management Systeme. Aus der Selbstbeschreibung:

Die Linke Medienakademie bietet als selbst organisiertes Projekt der Rosa-Luxemburg-Stiftung Weiterbildung, politische Diskussion und Networking für Medienschaffende aller Gattungen an. Das Angebot reicht von Kursen in Onlinejournalismus und modernes Zeitungslayout über Schreibwerkstätten bis hin zu Workshops in Öffentlichkeitsarbeit. Professionelle Dozentinnen und ehrenamtliche Medienmacher gestalten je nach Vorkenntnissen der Teilnehmenden unterschiedliche Angebote für Einsteiger, Fortgeschrittene oder Experten.
Wo: Tagungszentrum, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin
Wann: 5. bis 7. März 2009
Neu ist 2009 die „LiMA campus: Reclaim the media“ – ein Angebot speziell für junge Medienmacher/innen, Schüler/innen und Studierende am 5. März 2008. Die Teilnehmer/innen können u.a. die Redaktionskonferenz der Tageszeitung „taz“ besuchen und mit Peter Unfried, stellvertretender taz-Chefredakteur diskutieren.

Hier ist die Programmübersicht. Eigentlich schade, dass eine solche Veranstaltung, eine so schlechte Webseite hat. Hoffentlich trifft das nicht auch auf die Inhalte zu.

22 Jan 2009

Geert Lovink über kommerzielle Monokultur und Gegenöffentlichkeit im digitalen Zeitalter

Comments Off Kulturkritik, Medienkritik

Schönes Interview mit Geert Lovink über Kulturproduzenten und Kunstkritik bei der Jungle World. Die Gesellschaft sei in die »Epoche des digitalen Nihilismus« eingetreten, behauptet der Medientheoretiker Geert Lovink. Er ist Mitgründer des Community-Netzwerks »Digital City«, Mitglied der Stiftung zur Förderung illegalen Wissens und lehrt im Bereich Neue Medien an der Hogeschool in Amsterdam. Bekannt ist er auch als Autor zahlreicher Bücher zur Internetkultur, zuletzt erschien von ihm die Studie »Zero Comments«.  Ein Auszug:

Ist der Nutzen, den das Internet für staatliche und kommerzielle User bietet, mittlerweile größer als der, den es als Plattform einer Gegenöffentlichkeit hat? Die Chancen, die das Internet dafür bot, sind aufgegeben worden. Es hätte unterbunden werden müssen, dass eine große Firma wie Google sich eine derartige Monopolstellung verschafft. Das Internet ist sozusagen ein Spiegel der realen Welt. Die Überwachung oder Zugangsbeschränkung öffentlicher Orte wiederholt sich auch im Internet. Dieses Medium muss als öffentliche Infrastruktur neu definiert werden. Denn derzeit ist es das leider nicht. Das war es einmal, aber das ist 20 Jahre her. Die Frage der Selbstvermarktung im Internet muss man allerdings radikal von der Frage trennen, ob sich im Internet wieder autonome Strukturen installieren lassen. Wenn man verstanden hat, dass der selbständige Künstler oder Kritiker mit seinen Produkten im Internet kein Geld verdienen kann, dann eröffnet das auch wieder die Möglichkeit, sich über politische Prozesse zu verständigen. Wäre einer dieser politischen Prozesse der »digitale Nihilismus«, von dem Sie sprechen? Ja, damit meine ich die Blogs und andere soziale Netze, die dazu geführt haben, dass die Aufgabe der Massenmedien, eine verallgemeinerbare Meinung zu repräsentieren, verschwunden ist. Heute schreibt ein Journalist seine Position in einer großen Zeitung auf, aber darüber hinaus hat das keine Bedeutung mehr. Denn das, was jemand im Internet zum selben Gegenstand sagt, kann von wesentlich mehr Leuten gelesen und geglaubt werden. Aber es ist doch trotzdem so, dass die Klickzahlen von Spiegel online immer noch die der meisten Blogs übertreffen. Spricht das nicht dafür, dass die Internetuser immer noch konservativ auf Experten vertrauen? Das Internet steht dem Expertenwissen überhaupt nicht entgegen. Im Gegenteil, die derzeitige Software verstärkt das Expertentum beispielsweise durch Services wie die RSS-feeds. Es ist überhaupt nicht so, dass das Internet von sich aus demokratischer wäre oder dass es dort tatsächlich eine gesteigerte Zahl unterschiedlicher Meinungen gäbe. Es ist viel eher so, dass sich einfach noch mehr Leute auf ein- und dasselbe stürzen. 15 Millionen Menschen gucken sich gleichezeitig ein Video auf Youtube an. Dazu kommt, dass die Leute keine Zeit mehr haben, sich selber über das Gedanken zu machen, was sie da gerade gesehen oder gelesen haben, weil die Beschleunigung der Nachrichten­industrie eine unglaubliche Geschwindigkeit erreicht hat und die Echtzeit-Information immer intensiver und massiver wird. Auch private Personen werden durch Twitter und das Microblogging zunehmend zu Trägern dieser Beschleunigung. Wird sich irgendwann auch das starke Bedürfnis nach Entschleunigung einstellen? Wir dürfen hier nicht nur vom Verhalten der User reden. Es geht um technische Prozesse, um Netzarchitektur, um Dinge, die durch die Technik festgeschrieben sind. Diese Beschleunigung ist keine Macke oder ein Bedürfnis von jemandem, sondern die Software zieht die Leute da hinein. Hier ist weniger eine kulturpessimistische Sichtweise über das Verhalten der Leute gefragt als eine Anforderung an die Maschinen, die uns bei der Entschleunigung behilflich werden müssen. Von den Softwareentwicklern und Netzbetreibern wird dieses Geschäft aber nicht gefördert. . Sie haben oft behauptet, dass das Internet die Frage nach Autorität und Macht auf neue Weise stellen würde. Sehen Sie das immer noch so? Durchaus. Ob allerdings das Internet auch die gesellschaftlichen Strukturen verändert, ist eine andere Frage. Festhalten kann man aber, dass diese Infragestellung geltender Autoritäten nicht zwangsläufig in eine linke Kritik an Autorität und Herrschaft mündet. Das sehen wir gerade hier in den Niederlanden, wo sich zunehmend ein Rechtspopulismus entwickelt. Eine große Anzahl junger, aber auch etablierter und älterer Leute wollen den linksliberalen Konsens durchbrechen. Und das passiert auch unter dem Gesichtspunkt des Internets und dessen Idee, ein Gegenpol zur herrschenden Medienkultur im Printbereich, im Rundfunk und Fernsehen zu sein. Früher war das mal links und subversiv konnotiert. Heute äußert sich das anders. Das Interview führte Doris Akap von der Jungle World.

http://jungle-world.com/artikel/2009/04/32483.html

22 Jan 2009

Why Identity and Authentication Must Remain Distinct?

Comments Off Sicherheit, Technologiekritik

Microsoft Senior Security Strategist Steve Riley stellt sich die Frage: Why Identity and Authentication Must Remain Distinct? Dabei nimmt der zunächst die Begriffe und Konzepte von Identity, Authentication und Authorization unter die Lupe.

I would like to explore the concepts of identity, authentication, and authorization, to help you understand their important distinctions, and to help guard you against the increasingly common tendency to combine the first two.

Normalerweise würde ein “Microsoft Senior Security Strategist” bei den meisten Sicherheitsbewussten Computerenthusiasten unter die Rubrik “Klassenfeind” fallen. Dennoch ganz interessant zu lesen wie die so ticken.

Identity. A security principal (you or a computer, typically) wants to access a system. Because the system doesn’t know you yet, you need to make a declaration of who you are. Your answer to the question “Who are you” is the first thing you present to a system when you want to use it. Some common examples of identity are user IDs, digital certificates (which include public keys), and ATM cards. A notable characteristic of identity is that it is public, and it has to be this way: identity is your claim about yourself, and you make that claim using something that’s publicly available. Authentication. This is the answer to the question “OK, how can you prove it?” When you present your identity to a system, the system wants you to prove that it is indeed you and not someone else. The system will challenge you, and you must respond in some way. Common authenticators include passwords, private keys, and PINs. Whereas identity is public, authentication is private: it’s a secret known (presumably) only by you. In some cases, like passwords, the system also knows the secret. In other cases, like PKI, the system doesn’t need to possess the secret, but can validate its authenticity (this is one of many reasons why PKI is superior). Your possession of this secret is what proves that you are who you claim to be. Authorization. Once you’ve successfully authenticated yourself to a system, the system controls which resources you’re allowed to access. Typically this is through the use of a token or ticket mechanism. The token or ticket constrains your ability to roam freely throughout the system. By “caching” your authenticated identity for subsequent access control decisions, it allows you to access only that which the administrators have determined is necessary, thus enforcing the principle of least privilege.

20 Jan 2009

Transmediale: Re-hacking your World

Comments Off Krise, Kulturkritik, Termine

Unter dem Titel Re-hacking your World findet auf der diesjährigen Transmediale mal eine wirklich interessante Veranstaltung statt. Aus dem Programm:

Re-hacking your World examines issues of crisis and possibility by intervening in the relationships between environment, industry and culture. Has our cultural hardware and software become useless and unserviceable faced with the complex challenges that confront us? In order to prevent a complete takeover of commercial interests in the development of digital cultures in Africa, Asia and Latin America, it becomes essential to promote and strengthen the vocabulary of open source systems and develop fair use mechanisms.

Die Veranstaltung wird via Live Stream übertragen außerdem kann man an der Diskussion auch im Chat beteiligen.

19 Jan 2009

Studie: Social Networking Sites and the Surveillance Society

Comments Off Technologiekritik

Mit der Arbeit von Dr. Christian Fuchs von der Universität Salzburg liegt eine interessante Studie zum Thema “Social Networking Sites and the Surveillance Society”vor. Die Studie untersucht die Art der Nutzung verschiedener sogenannter “social Networks” und die damit verbundenen Gefahr dvon ökonomischer und politischer Überwachung. Read more

19 Jan 2009

Was ist eigentlich “Gemeingut”?

Comments Off Commons, Kapitalismuskritik

Diese Frage stellt sich und uns Christian Siefkes auf dem Blog Keimform in seinem Artikel Was sind die Commons?

Tatsächlich ist es nicht leicht, zu klären oder zu erklären, was Commons (auf Deutsch oft als “Gemeingüter”, manchmal auch als “Allmende” übersetzt) eigentlich sind

So findet sich zum Beispiel auf der deutschen Seite von Wikipedia unter anderem die schlichte Erklärung: “Ein Gemeingut oder Kollektivgut ist ein Gut, das für alle potenziellen Nachfrager frei zugänglich ist.”

Das dies eine “dürre und inhaltlich problematische Informationen” sei, die vor allem auf Kostenlosigkeit abzielt und als Definition zu schwach sei, scheint Anlass genug zu einem “kollektiven Definitionsversuch”. Hier aus dem Aufruf von

Wir starten einen kollektiven Definitionsversuch! Ziel ist ein angemessener, moderner und hoffentlich auch griffiger Gemeingüterbegriff – in unserer Muttersprache! Hier im Wiki kann jede/r mitmachen. Nur ein neues Konto eröffnen, damit anmelden und los geht’s!

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