“Boredom is always counterrevolutionary. Always.” Guy Debord

Internationaler Aktionstag gegen ACTA am 9. Juni 2012

Posted: April 5th, 2012 | Author: | Filed under: Digitalkultur | Tags: , , | Comments Off

Secret Copyright Treaty Threatens Internet Freedom

Posted: November 11th, 2009 | Author: | Filed under: Digitalkultur, Informationsfreiheit, Video, Zensur | Tags: , , , | Comments Off

Nette kurze Zusammenfassung von ByteStyle.tv warum ACTA eine Gefahr für die Freiheit des Internet bedeutet.

Das inoffizielle Dokument zur Revision des ACTA Vertrages

Weitere gute Quellen:


Podiumsdiskussion der Wikipedia: Der Kampf um die Relevanz

Posted: November 2nd, 2009 | Author: | Filed under: Digital Natives, Digitalkultur, Termine, Zensur | Tags: , , | Comments Off

Mit einer Podiumsdiskussion am 5. November will der Verein Wikimedia Deutschland den neu aufgeflammten Streit um Relevanz-Kriterien in der Deutschen Wikipedia schlichten. Wikipedia-Gründer Jimmy Wales hat sich gegenüber heise online für eine Beibehaltung der Löschpraxis ausgesprochen. Via Heise: Wikimedia Deutschland lädt zur Relevanz-Diskussion

Wann: 5. November 2009 um 18:00 Uhr
Wo: Vereinsräumen von Wikimedia Deutschland, Eisenacher Str. 2, 10777 Berlin

Siehe auch:

Update: Passend zum Thema heute ist Jimmy Wales, der Gründer der Wikipedia bei der BBC Digital Planet im Interview.


China schließt das Tor

Posted: November 2nd, 2009 | Author: | Filed under: Demokratie, Digitalkultur, Zensur | Tags: , , , , | Comments Off

David Talbot schreibt für Technologie Review über die jüngsten chinesischen Zensurmaßnamen: China schließt das Tor

Bislang hatten die chinesischen Zensoren eines der wohl besten und sichersten Werkzeuge zur Anonymisierung des Internet-Datenverkehrs weitgehend ignoriert: Die Open-Source-Sicherheitsplattform Tor. Doch das scheint sich nun zu ändern. Pünktlich zum 60. Nationalfeiertag des Riesenreichs am 1. Oktober startete die Regierung eine Attacke gegen die Technik. Sie reiht sich damit ein in einen weltweiten Trend: Repressive Regime versuchen nicht mehr nur, die Inhalte im Netz ständig durch spezielle Firewalls zu kontrollieren, sondern ziehen die Zensurschlinge gezielt in politisch sensiblen Zeiten zu. “Das war das erste Mal, dass die chinesische Regierung überhaupt Tor auf irgendeine Art in den Zensurapparat integriert hat”, sagt Andrew Lewman, Exekutivdirektor des Tor-Projekts, einer Non-Profit-Organisation, die sich um die Weiterentwicklung der Software und des dazugehörigen Netzwerks kümmert. “Sie waren um den 1. Oktober so besorgt, dass sie alles ins Visier nahm, was ihre Firewall potenziell umgehen konnte und blockierten es dann.”

Relevant: Die Wikipedia-Debatte

Posted: October 29th, 2009 | Author: | Filed under: Digital Natives, Digitalkultur, Podcast, Zensur | Tags: , , | 1 Comment »

Diesmal hat sich das Chaosradio wieder ein ganz heißes Eisen vorgenommen. Anlässlich der jüngsten Streitereien um die sogenannten Relevanz-Kriterien ein wichtiger Beitrag. Die Wikipedia-Debatte. Vielen Dank Chaosradio Team!

Die Wikipedia ist das Lexikon des Internets. In den letzten Wochen kam es in der Netzwelt jedoch zu heftigen, teils sehr emotionalen Debatten über die Kriterien und Methoden, nach denen in der deutschen Wikipedia Artikel für aufnahmewürdig befunden werden. Im Chaosradio zu Gast ist Sargoth, ein aktiver Wikipedia-Admin, um mit uns über das Selbstverständnis der Wikipedia, die Probleme bei der Verwaltung des Weltwissens und die Zukunft des Projekts zu sprechen. Wir wollen aber nicht nur über Inkludisten und Exkludisten reden, sondern auch darüber, welche Erfahrungen unsere Hörer mit der Wikipedia haben und was sie von ihrem Internet-Lexikon erwarten.

Siehe auch


Vorratsdatenspeicherung und Internet-Sperren in den Koalitionsverhandlungen

Posted: October 20th, 2009 | Author: | Filed under: Bürgerrechte, Datenschutz, Demokratie, Digitalkultur, Überwachung, Zensur | Tags: , , , , , , , | 2 Comments »

Der Kompromiss zwischen FDP und Union in Sachen Internet-Sperren und Data-Retention sieht vor, dass die umstrittenen Gesetze stark eingeschränkt, aber nicht abgeschafft werden. Bürgerrechtler und Wirtschaftsverbände begrüßen den Kompromiss, die Piratenpartei kritisiert ihn scharf.

Bei Heise lesen wir dazu:

Die Unterhändler von Union und FDP sind sich laut einem Bericht der Deutschen Presseagentur in allen wichtigen Sicherheitsthemen einig. Die Agentur beruft sich dabei auf Aussagen von Vertretern beider Seiten am Donnerstag nach einer Sitzung der Koalitionsarbeitsgruppe Sicherheit/Justiz in Berlin. Zuletzt hatten sich die künftigen Regierungspartner vor allem über Themen wie das BKA-Gesetz samt Online-Durchsuchungen, die Vorratsdatenspeicherung und die Internetsperren gegen Kinderpornografie gestritten. Union und FDP haben sich darauf geeinigt, dass die Nutzung der Daten zunächst auf schwere Gefahrensituationen beschränkt sein soll. Vorbild für diese Regelung sei ein Passus des Koalitionsvertrags zwischen CSU und FDP in Bayern. Dieser Passus beziehe sich aber lediglich auf die sogenannte Gefahrenabwehr, also auf das Vorfeld von konkreten Straftaten. Dies bestätigte das Bundesinnenministerium der “Frankfurter Rundschau” (Samstag). Ganz überwiegend werden die Verkehrsdaten, die auf Vorrat gespeichert werden, aber für die Strafverfolgung genutzt, also für die Ahndung von Straftaten. Diese Möglichkeit bleibt auch nach der Regelung des Koalitionsvertrags unangetastet bestehen. Strengere Auflagen seien in diesem Falle auch nicht vorgesehen, hieß es. Unterdessen kündigte der FDP-Politiker Gerhart Baum in dem Blatt an, trotz der Koalitionsvereinbarungen seiner Partei weiter gegen die Vorratsdatenspeicherung und das BKA-Gesetz klagen zu wollen. Selbst mit den von Liberalen herausgehandelten Änderungen habe das BKA- Gesetz “noch viele andere hoch problematische Punkte”, sagte der ehemalige Bundesinnenminister. “Diese ganze Sicherheitsarchitektur, die in dem BKA-Gesetz zum Ausdruck kommt, bleibt weiter Gegenstand unserer Verfassungsbeschwerde .” Gemeinsam mit Grünen-Politikern, Anwälten, Ärzten und Journalisten hatte Baum im Frühjahr gegen das Ende 2008 beschlossene Gesetz und die Vorratsdatenspeicherung Beschwerde am Bundesverfassungsgericht eingereicht. “Ich halte die Speicherung an sich für einen nicht notwendigen und verfassungswidrigen Grundrechtseingriff”, sagte der Liberale dem Blatt.

Weitere Artikel zum Thema Datenschutz, Vorratsdatenspeicherung und digitale Bürgerrechte

Derweil hat am Samstag hat der Verein Foebud zum zehnten Mal die Big Brother Awards vergeben. Die Liste der Preisträger war in diesem Jahr offensichtlich besonders lang. Fast scheint es, als hätte die Jury nicht gewusst, wem sie zuerst diesen Negativpreis geben sollte, zu groß war die Auswahl.

Mehr zu den Big Brother Awards 2009


Netzneutralität und Netzsperren

Posted: September 30th, 2009 | Author: | Filed under: Digitalkultur, Informationsfreiheit, Zensur | Tags: , , , | Comments Off

Heute sind gleich drei sehr interessante Artikel rund um das Thema Internetfilter und Netzneutralität bei Heise  erschienen:

Europarat: Provider sollen für Internet-Inhalte geradestehen

Die Parlamentarische Versammlung des Europarates (PACE) fordert ihre Mitgliedsstaaten in einer Resolution zur Förderung eines kinderfreundlichen Internets dazu auf, Internet-Provider für illegale Inhalte im Internet stärker in die Verantwortung zu nehmen. Dies soll unabhängig davon geschehen, ob diese Inhalte von Drittfirmen oder Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Möglicherweise sei die Abfassung eines neuen Zusatzprotokolls zum Cybercrime-Abkommen des Europarates möglich, heißt es in der fast einstimmig von den Parlamentariern der 47 Mitgliedsstaaten verabschiedeten Resolution.

Provider arbeiten weiter an Netz-Sperren

Parallel zu Bemühungen der FDP, das von der Großen Koalition eingeführte Zugangserschwerungsgesetz noch zu Fall zu bringen, laufen bei den großen Internetanbietern die Vorbereitungen für die Web-Sperren weiter. “Wir arbeiten mit Hochdruck an der Umsetzung”, erklärte ein Sprecher der Deutschen Telekom gegenüber heise online. Eine gesetzliche Regelung der vorbereiteten Zugangshürden halte der Bonner Konzern nach wie vor für “wünschenswert”. Die Telekom habe sich aber auch gegenüber dem Bundeskriminalamt (BKA) vertraglich zum Sperren verpflichtet und werde daran festhalten.

Eco-Kongress: Bundesnetzagentur bekennt sich zu Netzneutralität

Der staatlich forcierte Breitband-Ausbau wälzt die Geschäftsmodelle von Providern und Telekommunikationsanbietern um und stellt die Regulierungsbehörden vor große Herausforderung. Auf dem heute gestarteteten Kongress des Verbands der deutschen Internetwirtschaft eco lieferten sich verschiedene Branchenteilnehmer kontroverse Debatten um die Zukunft des Breitband-Marktes. Eine Vertreterin der Bundesnetzagentur sieht nun die Zeit für eine ernsthafte Diskussion der Netzneutralität in Deutschland.

Filtering Map: Social Media Sites

Posted: September 30th, 2009 | Author: | Filed under: Demokratie, Digitalkultur, Social Network, Zensur | Tags: , , , | 2 Comments »

Open Net Initiative

Sehr interessant: Die Open Net Inititive hat eine “social media filtering maps” veröffentlicht, also eine interaktive Karte die die Sperrung von social Network Seiten darstellt. Gemessen wurde der Zugang zu Facebook, Flikr, Orkut, Twitter und YouTube in mehr als 20 Ländern. Durch klicken auf ein Land gelangt man zu ausführlichen Berichten über dieses Land.

The summer of 2009 was a hectic one for online social media: Twitter, Facebook, YouTube and a bevy of other sites fell under the censors’ axe in China and Iran as political events — namely the anniversary of the Tiananmen Square massacre and the Iranian presidential election — shook both countries. Based on testing conducted in 2008-2009, the OpenNet Initiative has compiled data on the most frequently blocked social media sites around the world. We are proud to present five new social media filtering maps that serve as easy visual guides to the countries where Facebook, Flickr, Orkut, Twitter and YouTube are blocked.

Netzsperren: BKA bastelt heimlich am Zensurgesetz

Posted: September 25th, 2009 | Author: | Filed under: Demokratie, Digitalkultur, Zensur | Tags: , , , , , | 1 Comment »

Das Netzsperrgesetz ist noch nicht in Kraft, die Umsetzung unklar. Doch das BKA macht mit einer geheimen Richtlinie bereits Druck auf die Internetanbieter. Das Bundeskriminalamt (BKA) hat die deutschen Internetanbieter für den 2. Oktober nach Wiesbaden eingeladen. Dort will es den Unternehmen die “Technische Richtlinie zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornografischen Inhalten in Kommunikationsnetzen” übergeben. So steht es in einer Mitteilung im Amtsblatt der Bundesnetzagentur.

Das Amtblatt der Bundesnetzagentur kann man hier käuflich erwerben. Ich habe das mal hier online gestellt: Amtblatt-BKAII

Dazu Oliver Süme, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von “eco”, dem Verband der Deutschen Internetwirtschaft e.V.:

“A m 2. Oktober lädt das Bundeskriminalamt die Unternehmen nach Wiesbaden ein, damit sie dort gegen die Abgabe einer Verpflichtung zur Geheimhaltung die Richtlinie entgegen nehmen. Eine Diskussion über technische Details ist dort ausdrücklich nicht erwünscht. Das Bundeskriminalamt kennt den Kreis der verpflichteten Unternehmen derzeit nicht, deshalb liegt der Gedanke nahe, dass die Veranstaltung vor allem diesem Zweck dienen soll.” http://www.eco.de/verband/202_6949.htm

Auch die Zeit Online schrieb schon darüber: Netzsperren: BKA bastelt heimlich am Zensurgesetz


Telekom-Paket-Aktion: Farbe bekennen!

Posted: September 24th, 2009 | Author: | Filed under: Digitalkultur, Informationsfreiheit, Zensur | Tags: , , , , | Comments Off

Das  Telekom-Paketes befindet sich in den Schlussverhandlungen. Netzpolitik hat dieser Tage dazu schon viel über das Thema berichtet, aber weil das Thema so wichtig ist verbreite ich die Übersetzungen der englichen Texte und den Aufruf die Petition für Netzneutralität in der EU zu unterzeichnen auch hier noch einmal. Bitte entschuldigt das Crossposting.

Ausserdem hat ein Netzwerk aus Organisationen und Initiativen einen Offenen Brief an die Abgeordneten im EU-Parlament geschrieben und fordert diese auf, die Netzneutralität zu erhalten. Darin heißt es:

Act now to save Net neutrality! EU citizens must contact the members of the conciliation committee from the European Parliament (list with contact infos and scores for previous votes), as well as their ministers and EU Council representatives to inform them about the importance of protecting Net neutrality in the Telecoms Package (2-pager memo). They must ask them to adopt firm positions to protect innovation and citizens’ fundamental rights.

Weitere Hintergrundartikel bei Netzpolitik:

We call on the Members of the Parliament to take decisive action during the ongoing negotiation of the Telecoms Package in order to guarantee a free, open and innovative Internet, and to safeguard the fundamental freedoms of European citizens.

- 26 leading Internet civil society organizations in an Open Letter to the European Parliament

Es folgt eine deutsche Übersetzung des Textes der schwedischen Initiative Telecomix zur Mobilisierung im Rahmen der letzten Verhandlungsrunde zum EU-Telekom-Paket. Die englische Originalversion findet sich hier.

Aktion: Farbe bekennen!

„Wir rufen die Mitglieder des Parlaments dazu auf, im Rahmen der derzeitigen Verhandlungen über das Telekom-Paket entschieden für ein freies, offenes und innovatives Internet einzutreten und die grundlegenden Freiheiten der Bürger Europas zu bewahren.“ – 26 führende Internet-Bürgerrechtsorganisationen in einem offenen Brief an das Europaparlament

Auftrag

Wir befinden uns jetzt in den Schlussverhandlungen des Telekom-Paketes. Gemeinsam haben wir vieles erreicht und nun nähern wir uns dem Ende. Wir rufen dich dazu auf, im Vorfeld der dritten Lesung des Vermittlungsausschusses Präsenz zu zeigen, um deinen kritischen Standpunkt in Bezug auf die folgenden Punkte einzubringen.

Dieser Wegweiser wird dir einige Möglichkeiten aufzeigen, das Telekom-Paket zu einem öffentlichen Thema zu machen. Behalte diese Seite im Auge, denn sie wird in Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen immer wieder ergänzt werden!’

Am Montag (Abend),den 28. September, werden sich die Mitglieder des Vermittlungsausschusses das erste Mal zusammenfinden – und schon dieses erste Treffen wird den grundsätzlichen Kurs der dritten Lesung bestimmen. Wir müssen also vorher handeln!

Das Recht zu verhandeln / Änderungsantrag 138

Der Grund, warum es zu einer dritten lesung im Telekom-Paket kommt, ist ein Dissenz zwischen EU-Rat und EU-Parlament in der Frage, ob es Internetsperrungen bei Urheberrechtsverstössen geben darf, wie sie in Frankreich jetzt eingeführt wurden. Das EU-Parlament hat zweimal Nein gesagt, der EU-Rat will aber unbedingt mit Druck von Frankreich und Deutschland diese Möglichkeit auf EU-Ebene schaffen. Die vieldiskutierte Änderung 138 des Telekom-Pakets besagt, dass niemand ohne richterlichen Beschluss seines Internetzugangs entledigt werden darf. Wir wollen, dass das EU-Parlament bei seiner starken Linie bleibt. Auch in Änderungsantrag 166 in der Universaldiensterichtlinie (Netzneutralitäts-Paragraf) wird hierauf Bezug genommen, jedoch mit anderen Worten und etwas deutlicherer Sprache. Weitere Themen werden hier ebenfalls angesprochen.

Netzneutralität

Wir wollen keinen Internet-Blackout. Die Grundannahme für Netzneutralität ist: Das Internet ist eine Basisinfrastruktur. Unter dieser Voraussetzung dürfte klar sein, dass Internet-Dienstanbieter den Zugang zu Internetseiten, -diensten und -protokollen ohne schwerwiegende Gründe weder verbieten noch behindern dürfen. Ist ein Unternehmen sowohl ein Internet-Dienstanbieter als auch ein Telekommunikationsanbieter, so sollte dieses Unternehmen nicht in der Lage sein, den Skype Audiodienst zu verbieten, um seine Kunden zur Nutzung seiner eigenen Dienste zu zwingen. In Änderung 166 wird hierauf Bezug genommen, der Fokus liegt jedoch stärker auf staatlicher Zensur.

Für weitere Informationen bitte das Dokument „Protecting Net Neutrality in the Telecoms Package“ von La Quadrature du Net lesen.

Privatsphäre / Zensur

Sowohl Änderungsantrag 166 als auch der Bürgerrechtsänderungsantrag 138 enthalten Einschränkungen, wie weit Regierungen bei der Zensur und Überwachung von Internet und privater Kommunikation gehen dürfen.Tatsächlich wurde nichts Neues geschrieben, sondern nur die Auffassung bestärkt, dass die Deklaration der Menschenrechte auch im Internet gilt. Dies beinhaltet ein Recht auf private Kommunikation, Informationsfreiheit, das Recht auf ein gerechtes Verfahren und so weiter.

Tools / Wie man mitmachen kann

Twitter

Einer unserer Hauptwege ein größeres Publikum zu erreichen, ist Twitter. Der Mikroblogging-Dienst erlaubt es, schnell viele Menschen zu erreichen und auf ein Thema aufmerksam zu machen. Üblicherweise erstellt eine Person einen ersten Tweet. Eine Reihe von Personen „retweeten“ diese erste Meldung. Zur besseren Übersicht werden die Meldungen mit Hashtags (Schlagworten) versehen und nach Themengebieten sortiert von gesonderten Twitter-Accounts verschickt. Ziel ist es, viele Personen schnell über die Themen zu informieren. Nachdem wir alle unsere wichtigen Ziel-Accounts bedient haben, warten wir darauf, dass Andere die Nachrichten weiterverteilen. Dieses Vorgehen wird als “Schockwelle” bezeichnet. Unsere Twitter-Aktionen entspringen unserem IRC-Kanal (#telekompaketet on irc.freequest.net), den wir zur Organisation unserer Kampagnen nutzen. Twitter ist ein großartiges Werkzeug, um ein großes Publikum, aber auch ganz bestimmte Personen zu erreichen. Wenn du Interesse hast, kannst du das „Telecomix Twitter-Handbuch“ lesen, dass in vielen Sprachen verfügbar ist. Hier gibt es eine Liste mit Twitter-Accounts von Abgeordneten des EU-Parlaments. Durch Angabe von „@membername“ (z.B. „@trautmanneurope“) wird Deine Nachricht in der Übersicht der Bezugnahmen dieses Abgeordneten erscheinen. Außerdem gibt es sogenannte Hashtags, also Begriffe, die mit einem “#” beginnen. Die am häufigsten benutzten Hashtags sind #mep und #eu09. Wenn Du diese Hashtags zu deinem Tweet hinzufügst, wird er wiederaufindbar und kann bei Suchanfragen nach diesem Stichwort gefunden werden. Dadurch erscheint der Tweet bei jedem, der dieses Hashtag verfolgt. Benutze beim tweeten die Tags #mep, #eu09, aber auch #telecomspackage und #relevation.

Telefon

Es ist immer eine gute Idee, die eigenen EU-Abgeordneten anzurufen. Im englischen Originaltext sind die wichtigen Abgeordneten mit Kontaktdaten aufgelistet (wahrscheinlich macht es am meisten Sinn, die BXL-Nummer zu benutzen, da die Abgeordneten sich während der dritten Lesung in Brüssel aufhalten). Für die Anrufe kann Skype oder ein ähnlicher VOIP-Dienst genutzt werden. Anrufe mit einem herkömmlichen Telefon sind natürlich genauso gut möglich. Für konstruktive und freundliche Anrufe hier einige Tipps:

Sei höflich und nett. Bei unfreundlichen Anrufen werden die Abgeordneten auflegen. Erkläre Dein Anliegen und wieso man um das Telekom-Paket besorgt ist. Du musst nicht alle Details kennen. Alleine der Anruf und Deine Sorgen um die Zukunft des Internets führen dazu, dass man dir zuhört. Ihr seid das Volk und diejenigen, die das Parlament wählen. Es ist Euer Recht, mit unseren Abgeordneten zu sprechen!

E-Mail

Nutze alle Möglichkeiten der Kommunikation. Das Versenden von E-Mails an deinen Abgeordneten ist ein weiterer Weg, um mit ihnen in Kontakt zu treten, auch wenn dies nicht so schnell und direkt geht wie mit einem Telefonanruf. Es kann auf jeden Fall nützlich sein, wenn man es mit anderen Methoden kombiniert. Während das Versenden von zwei oder drei individuellen E-Mails absolut in Ordnung ist, sind viele ähnliche oder gar gleichlautende E-Mails schädlich für die ganze Aktion. Schreibe in einem persönlichen Stil, kopiere nicht einfach eine andere Nachricht. Bring deine individuelle Stimme zu Gehör, so wird deine Nachricht rüber kommen als etwas, das dich wirklich beschäftigt und einen stärkeren Eindruck hinterlassen.

Fax

Das Faxen ist für dich möglicherweise aus der Mode gekommen, aber es kann höchst effektiv sein. Faxe deine individuelle Nachricht, und sie wird in Brüssel ankommen. Verschicke keine Spam-Nachrichten oder schwarze Seiten – das verursacht nur Irritationen.

Ziele

„Lasst uns nicht vergessen, dass ein offenes Internet viel mehr als Handel ermöglicht. Es ist auch eine nie zuvor dagewesene Plattform für freie Rede, demokratisches Engagement und eine Kultur, die neue kreative Lösungen für alte Probleme fördert.“ – Chairman of the FCC, Julius Genachowski

Wir müssen sicherstellen, dass die Parlamentarier informiert sind. Es ist an der Zeit, das offene Internet zu verteidigen, indem wir Farbe bekennen. Wir sind das Internet, wir gestalten die zukünftige Welt! Es ist Zeit für „Aktion: Farbe bekennen!“.